Pflege von hilfsbedürftigen Menschen

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Die Pflege eines bewegungseingeschränkten- oder behinderten Menschen ist zum einen körperlich sehr anstrengend und zum anderen psychisch sehr belastend. Jeder, der diese verantwortungsvolle Aufgabe schon einmal verrichtet hat, wird dem zustimmen.

Damit die Pflege für die Hilfskraft nicht zur Tortur wird, sind einige Hilfsmittel nötig, die einige Arbeitsabläufe erleichtern sollen. An erster Stelle ist da natürlich das Pflegebett zu erwähnen. Allein die Tatsache, dass das Bett in der Höhe zu verstellen ist, erleichtert einige Tätigkeiten, die zu verrichten sind. Wer einen inkontinenten Menschen zu pflegen hat, weiß, wie häufig das Bett frisch bezogen werden muss. Durch das höhenverstellbare Pflegebett kann die Arbeit rückenschonend verrichtet werden.

Bei der Umlagerung des Patienten sind entweder ein Bettgalgen, oder ein Laken nötig, das etwa einen Meter breit sind und unter dem Hüftbereich des Patienten liegt. Das Laken eignet sich für Patienten, die selber beim Umlagern nicht mithelfen können. Für die Wendetechnik werden jedoch zwei Pflegepersonen benötigt, wobei an jeder Bettseite an dem Laken gezogen werden muss.

Wichtige Hilfsmittel sind grundsätzlich im Sanitätshaus erhältlich. Zu diesen Hilfsmitteln können sowohl Bettpfannen, Urinflaschen, Toilettenstühle, Binden, Verbände, Inkontinenzartikel, Infusionsständer, Trinkbecher, Anti-Dekubitusmatratzen und Pflegebetten gehören.

Wenn Sie zur Pflege eines Familienmitgliedes entschlossen haben, sollten Sie sich vorher unbedingt im Sanitätshaus beraten lassen. Oftmals sind kleine Verrichtungen an einem Patienten derart schwierig, obwohl nur ein einfaches Hilfsmittel zur Erleichterung der Tätigkeit nötig wäre. Mindestens genauso wichtig sind spezielle Kurse für pflegende Familienmitglieder, um den richtigen Umgang mit dem Patienten sowie den Hilfsmitteln zu erlernen.

Außerdem lohnt sich der Besuch einer Selbsthilfegruppe, um sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

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Die Pflegesituation in Deutschland

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Die derzeitige Pflegesituation in deutschen Alten- und Pflegeheimen ist erschreckend.

Tritt bei einem Familienangehörigen Pflegebedürftigkeit ein und die Pflege kann nicht im gewohnten Umfeld gewährleistet werden, ist schnell ein Platz im Altenheim vonnöten.

Und schon jetzt stößt man auf das erste Problem, denn die meisten Pflegeheime sind bereits überfüllt, so dass sich Patienten zunächst auf eine Warteliste eintragen müssen. Mehrere Monate sind keine Seltenheit. Nun sollte eigentlich angenommen werden, dass die Senioren in den Heimen liebevoll und zufriedenstellend versorgt werden. Leider hat sich die Pflegesituation in den letzten Jahren stark verschlechtert, aufgrund des kontinuierlichen Abbaus vom Pflegepersonal sind diese mit ihrer Arbeit restlos überfordert. Es bleibt kaum Zeit, um sich mit den Patienten zu beschäftigen. Die hohe körperliche und psychische Belastung führt beim Pflegepersonal zu einem hohen Krankenstand, wodurch sich Situation der Kollegen wiederum verschärft.

In skandinavischen Ländern sind die Wohngruppen für pflegebedürftige Menschen wesentlich kleiner und auch am Personal wird nicht gespart. So kann die zeitaufwendige Pflege so verrichtet werden, wie man sich es nur wünschen kann. Während des Vormittags beschäftigen Physiotherapeuten die Senioren und am Nachmittag kümmert sich das ausreichend vorhandene Personal um die Patienten.

Von der Pflegesituation in Skandinavien sollte sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

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