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Damit nichts bricht

Es ist altbekannt, dass ältere Menschen stärker zu Knochenbrüchen neigen als Erwachsene. Zudem ist die Prognose schlechter, da der Körper für den Heilungsprozess mehr Zeit benötigt. Viele Senioren fürchten sich daher regelrecht vor einem Knochenbruch und vermeiden jegliche Bewegung. Doch dies ist falsch, wie Experten wieder einmal betonen.

Steigendes Risiko auf Knochenbrüche

Während im Erwachsenenalter der mineralische und elastische Anteil in den Knochen relativ ausgewogen ist, nehmen die elastischen Komponenten bei Senioren ab. Dies führt zu einem erhöhten Risiko, dass die Knochen brechen oder splittern. Kommen dazu noch krankhafte Veränderungen von dem Mineralgehalt wie bei der bekannten und weitverbreiteten Osteoporose, drohen schon bei kleinsten Verletzungen Knochenbrüche. Aus diesem Grund hat ein 70-Jähriger im Durchschnitt ein dreimal höheres Risiko sich einen Bruch zuzuziehen als ein 20-Jähriger. Auch jüngste Zahlen von dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen zeigen, dass die Anzahl der Frakturen bei älteren Personen dramatisch zugenommen haben und die Frakturhäufigkeit bei Senioren mit der erhöhten Lebenserwartung weiter zunimmt. So begründen sich bei 60 % aller Frauen, die stationär wegen eines Knochenbruchs behandelt werden, der Bruch in der altersbedingten Erkrankung Osteoporose. Bei dem männlichen Geschlecht liegt der Prozentsatz bei bis zu 30 %. Während früher bei Senioren nach einem Knochenbruch noch eine lange Bettruhe verordnet worden ist, raten Ärzte heutzutage zu einer schnellen Mobilisierung. Dies würde lebensgefährliche Folgekrankheiten wie Wundliegen und Thrombosen vermeiden.

Bewegung hilft

Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zu dem Bruch kommt. Dieser kann am effektivsten mit gezielter Bewegung vermieden werden. Dieser Ansatz widerspricht nicht der Logik, denn eine bedachte und bewusste körperliche Betätigung beugt einer Osteoporose vor. Durch physische Aktivitäten, bei denen wir das eigene Körpergewicht tragen müssen, können die Knochen gezielt gestärkt werden. Sehr gut eignet sich dafür beispielsweise das Walking, welches Senioren perfekt ausüben können. Zudem gibt es im Sanitätshaus auch praktische Mobilitätstrainer, welche eine körperliche Bewegung in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Das Training steigert zudem das Vertrauen in den eigenen Körper, sodass das Sturzrisiko gesenkt werden kann. Ergänzt werden sollte der leichte Sport mit einer hinreichenden Versorgung von Kalzium und Vitamin D. Ist der Bewegungsapparat bereits eingeschränkt, sollte sich kein Senior dafür schämen zu Hilfsmitteln wie Rollatoren oder passgenauen Gehstöcken zu greifen. Sie schützen ebenfalls vor Stürzen.
 
Bildnachweis: © PhotoSG - Fotolia.com 


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