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Wenn der Sehsinn Hilfe braucht

Alle fünf Sinne sind für uns Menschen wichtig. Doch keinem kommt eine so große Bedeutung zu wie dem Sehsinn. Die komplexe Wahrnehmung der optischen Welt ist für die meisten Menschen von großer Wichtigkeit. Menschen sind vor allem optisch orientierte Lebewesen. Immerhin befinden sich 70 % aller Sinneszellen in der Augennetzhaut. Personen mit starken Sehbehinderungen oder gar blinde Menschen fühlen sich daher häufig stark im Alltagsleben beeinträchtigt. Der Sanitätsbedarf verfügt über einschlägige Produkte, wenn der Sehsinn Hilfe benötigt. Dazu gehören eine Medikamentenkiste mit Blindenschrift, Blindenplaketten, Orientierungshilfen für unterwegs und Spiele


Die Ohren spitzen
 
Menschen, die sich nicht mehr auf ihre Augen verlassen können, besitzen ein verbessertes Gehör. Viele wissenschaftliche Studien zeigten bereits, dass Menschen mit starken Seheinschränkungen oder Blindheit Geräusche besser lokalisieren können. Eine aktuelle Studie aus Japan im Rahmen der Acoustics 2012 zeigte ferner, dass blinde Personen zudem Tonfrequenzen genauer heraushören können. Ferner offenbarte die klinische Untersuchung, dass die Anpassung auf ein verbessertes Gehör bereits nach sehr kurzer Zeit erfolgte. Viele Produkte des Sanitätsbedarfs setzen genau bei diesem Punkt an und konzentrieren sich auf den Hörsinn. Eine formschöne Funk-Armbanduhr sagt die aktuelle Uhrzeit deutlich an, wenn der Träger auf einen kleinen Knopf drückt. Da die sprechende Armbanduhr über eine automatisierte Zeit- und Zeigereinstellung über Funksignal verfügt, ist der Nutzer stets gut informiert. Auch die Abfrage des Datums und des Wochentages ist möglich. Ferner besitzt die Uhr eine Weckfunktion. Damit sich Sehgeschädigte und Blinde unterwegs leichter zurechtfinden, kann zu einem Sprach-Navigationsgerät gegriffen werden. Dies wird vollständig über Sprachbefehle gesteuert.


Mit dem Tastsinn am Leben teilnehmen
 
Auch der Tastsinn kann sehbehinderten Menschen helfen, am täglichen Leben teilzunehmen. Brettspiele sind gesellig und bereiten vielen Menschen Freude. Von diesem Spielspaß sollen selbstverständlich auch Menschen mit Sehbehinderung nicht ausgeschlossen werden. Mit dem berühmten Brettspiel „Mensch ärgere dich nicht“ in der Version für Blinde ist keine fremde Hilfe notwendig. Gleiches gilt für die Spiele Halma und Mühle. Mit einer niedlichen Puppe können sehbehinderte Kinder spielerisch die Brailleschrift erlernen. Personen, die auf den Tastsinn angewiesen sind, sollten dies auch ihrer Umgebung zeigen. Ein falsches Schamgefühl ist fehl am Platz. Eine Plakette mit den klassischen drei Blindenpunkten weist die Mitmenschen auf die Behinderung hin. Die meisten Personen reagieren darauf mit Rücksicht und bieten verstärkt Hilfe an.
 
Bildnachweis: © aija - Fotolia.com


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