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Das Badezimmer barrierefrei einrichten

Leider sind viele Badezimmer in deutschen Wohnungen und Häusern nicht barrierefrei eingerichtet, obwohl Menschen mit einer Gehbehinderung darauf angewiesen wären. Natürlich ist es kaum umsetzbar, eine erhöhte Dusche bodentief zu ändern oder das Waschbecken tiefer zu hängen. Möglich ist das im Prinzip nur, wenn man selbst baut und viel Geld und Zeit in den Umbau investieren kann. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen ein paar Hilfsmittel aus unserem Shop vorstellen, die Ihr Bad ein wenig barrierefreier machen können.

Die Badewanne

Gerade beim Suchen im Internet entdeckt: Eine Badewanne, in die eine Tür eingebaut wurde. Das heißt, ein Stück der Badewanne wurde entnommen und dann eine Glastür eingesetzt, die bis nach oben geht, sodass man ganz leicht hineingehen und sich duschen oder baden kann. Aber bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen.

Fangen wir mit bewegungseinschränkten Personen an, die Probleme beim Laufen haben. In die Badewanne und wieder hinaus zu gelangen ist ihnen fast unmöglich. Was können Sie nutzen? Es können beispielweise Badestufen vor die Wanne gestellt werden. Diese haben eine rutschfeste Oberfläche und lassen sich auch übereinander und/oder voreinander stapeln, um wie eine Treppe zu fungieren. Das eigene Bein muss dann trotzdem noch um die Wannenkante geschwungen werden. Zur zusätzlichen Sicherheit lässt sich ein Wannengriff montieren, an dem man sich beim Ein- und Ausstieg festhalten kann. Weitere Griffe können an der Wand in der Badewanne angebracht werden.

RFM Badestufen

Bild Copyright: Rehaforum Medical

In der Badewanne helfen dann Badewannensitze oder Badewannenbretter, nicht zu tief zu sitzen, um leichter wieder herauszukommen. Dadurch ist es aber auch kaum möglich, richtig zu baden, da man nicht vollständig mit Wasser bedeckt ist. Man kann sich dann nur abduschen oder die Sitze als Zwischenstufe zum Wannenboden nutzen. Das heißt, man stellt sich auf die Badestufen vor der Wanne, hält sich am Griff an der Wanne fest, setzt sich auf den Badewannensitz und setzt sich dann tief in die Wanne, während man sich an den Wandgriffen festhält. So zumindest ist die Idee. Langsam machen und aufpassen muss man trotzdem!

Für Personen, die im Rollstuhl sitzen und sich kaum bis gar nicht (mehr) bewegen können, reichen diese Badhilfen leider nicht aus. In der Wanne sind für sie Badewannenlifter am besten, die per Fernbedienung nach unten auf den Wannenboden fahren, um ein vollständiges Bad zu ermöglichen. Doch wie gelangt man darauf? Dafür gibt es so genannte Umsetzhilfen. Die Transferhilfe wird auf den Sitz des Rollstuhls und mit der anderen Seite auf den Lifter gelegt. Mit einer Drehscheibe gelangt die Person dann – optimal mit Hilfe! – auf den Lifter. Praktisch sind aber nicht nur Lifter, sondern auch drehbare Wannensitze.

Die Dusche

Wie bereits erwähnt, sind viele Duschen leider nicht bodentief, sondern nur über eine Stufe zu nutzen. Leider haben wir keine Lösung, wie man dieses umgehen könnte. Vielleicht gibt die Möglichkeit, eine kleine Rampe anzubringen? Diese gibt es ja auch für Türschwellen, warum also nicht auch für Duschen? Wäre sicher ein Ansatz, über den man sich mal Gedanken machen könnte.

Je nach Mobilität, kann man in der Dusche dann Duschrollstühle oder Duschsitze nutzen. Je nach Platzangebot, gibt es die Duschhocker zum Klappen, Stehen, eckig oder rund und zum Beispiel mit zusätzlicher Ablagefläche von Russka.

Russka Duschhocker

Bild Copyright: Russka

Die Toilette und das Waschbecken

Um sich vom Rollstuhl leichter auf die Toilette setzen zu können, kann man Toilettensitzerhöhungen anbringen, um die Höhe des Toilettensitzes an die Höhe des Rollstuhlsitzes anzupassen. Griffe rechts und links helfen zusätzlich. Zudem lassen sich auch Toilettenrollstühle nutzen, entweder mit einem Eimer darunter, sodass man ihn überall positionieren kann, oder indem man über die Toilette fährt. Praktisch ist das vor allem bei kombinierten Dusch- und Toilettenrollstühlen, die man im gesamten Badezimmer nutzen kann, ohne den Sitzplatz wechseln zu müssen.

Aquatec Ocean

Bild Copyright: Invacare

Für das Waschbecken gibt es leider nur wenig Tipps. Denn leider sind die Waschbecken im Normalfall fest in der Wand montiert – in einer Höhe, die für eine stehende Person optimal zugänglich ist. Rollstuhlfahrer müssen somit auf Waschschüsseln oder niedrige Kommoden mit integrierten Waschbecken zurückgreifen. Wer keinen Rollstuhl braucht und zu klein für das Waschbecken ist, kann sich eine Fußbank davor stellen, wie es auch Kinder machen. Haltegriffe, rechts und links neben dem Waschbecken montiert, helfen auch hier, sicher zu stehen.

Wir wissen, dass unsere Tipps für ein rundum barrierefreies Bad sicherlich nicht ausreichen. Dafür wären einfach zu viele Umbaumaßnahmen erforderlich. Wir wollten Ihnen mit unseren Ideen und Produkten lediglich zeigen, dass man das Badezimmer ein wenig besser für bewegungseingeschränkte und behinderte Menschen einrichten kann. Natürlich hängt das auch immer von den Möglichkeiten der Umgestaltung der Wohnung ab, zudem auch vom Platz, vom Preis und den persönlichen Ansprüchen.

Bild Copyright: Rebotec



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