Menu

Mobilitätshilfen im Winter

Für das Auto gibt es Winterreifen und für die Füße Schuhe mit Profil. Doch was ist mit Personen, die auf Mobilitätshilfen angewiesen sind? Mit einem Rollator oder einem Rollstuhl können diese auf glattem Eis und Schnee in der kalten Jahreszeit schnell mal ins Rutschen kommen. Leider kommt es dann oft zu gefährlichen Stürzen mit Knochenbrüchen und Verletzungen, die zu langen Krankenhausaufenthalten oder Ruhepausen führen können. Von Schmerzen und der Angst, wieder zu stürzen, mal ganz abgesehen. Stürzt man nicht, gibt es aber auch ein anderes Problem. Denn schnell können sich Rollator- und Rollstuhlreifen im Schnee „festfahren“, sodass ein Vorankommen kaum oder nur schwer möglich ist, was den Alltag ebenfalls stark einschränkt.

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de

Sollen Personen, die Mobilitätshilfen brauchen, also im Winter zu Hause bleiben? Oder nur noch in Begleitung anderer rausgehen? Wohl kaum. Denn gerade die Eigenständigkeit ist wichtig, um auch im Alter noch lange fit und gesund zu bleiben. Und auch jüngere Personen, die Rollstühle nutzen, wollen nicht nur zu Hause sitzen, nur weil es schneit. Doch irgendwie scheint das Problem noch nicht so ernst genommen zu werden. Rollstuhl-, Rollator- und Gehstocknutzer würden ja auch weitestgehend auf geräumten Gehwegen unterwegs sein. Aber ist das immer so? Gesalzen und von Schnee befreit sind diese leider nicht überall und in einigen ländlichen Regionen fehlen Fußwege gar ganz, sodass auf Schleichwege oder die Straße ausgewichen werden muss. Noch gefährlicher wird es in bergigen Regionen. Denn wer hier mit dem Rollator ins Schlittern gerät, rollt womöglich gleich einen Hügel hinab. Gebremst wird dann aus Schreck meist zu spät oder gar nicht.

Zum Glück haben sich einige Rollstuhl- und Rollator-Hersteller bereits mit dem Thema befasst und spezielle Outdoor-Rollatoren mit Profilreifen für den Außenbereich entwickelt. Es handelt sich dabei zwar nicht um richtige Winterreifen, aber allemal um bessere Reifen, als sie bei Standard oder Zimmer Rollatoren eingesetzt werden. Gut geeignet ist z.B. der Topro Olympos mit Rillen in den Reifen, die speziell für den Außenbereich konzipiert wurden und besser „greifen“. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass dickere, profilierte Räder für den Winter am besten sind. Ansonsten hilft wohl nur der Tipp: Vorsichtig sein!

Topro Olympos Rad

Bild Copyright: Topro

Besser sieht es da schon bei Nutzern von Gehstöcken und Gehstützen aus. Denn dafür gibt es spezielle wintertaugliche Aufsätze, so genannte Spikes, mit denen man beim Gehen in das Eis „sticht“, sodass sich der Gehstock einhakt und nicht verrutscht. Am besten nutzt man solche Spikes nicht nur am Gehstock oder der Gehstütze, sondern befestigt spezielle Exemplare auch an seinen Schuhen, um selbst nicht ins Rutschen zu geraten.

Devisys Gleitschutz

Bild Copyright: Devisys

Damit kann man im Winter sicherer unterwegs sein, statt nur zu Hause zu bleiben, wie es viele Senioren und Gehbehinderte aus Angst vor Stürzen leider machen. Aufpassen sollte man damit natürlich trotzdem und sich Wege aussuchen, die nicht so stark von Schnee und Eis betroffen sind. Dann kommen Rollstuhl-, Rollator- und Gehstocknutzer auch in der kalten Jahreszeit mit ihren Mobilitätshilfen halbwegs sicher von A nach B.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de



Kommentar schreiben
Captcha

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.