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Sonnenbrand unbedingt vermeiden!

In der Sonne liegen, die Wärme auf der Haut spüren und einfach entspannen: Klingt toll, oder? Und gerade jetzt, wenn es so langsam wärmer wird und der Sommer naht, verbringen wir unsere freie Zeit an sonnigen Tage am liebsten draußen. Dazu gehört es für viele auch, eine gebräunte Haut zu bekommen. Doch leider kommt es bei vielen Personen dann zu Sonnenbrand, der nicht nur schmerzt und juckt, sondern auch gefährlich werden kann. Schon ein Sonnenbrand allein kann ausreichen, um später an Hautkrebs zu erkranken und an frühzeitiger Hautalterung zu leiden. Toll, haben Sie sicher schon als Kinder mal gehabt, oder? Zudem sind viele der Meinung: Ein Sonnenbrand pro Jahr sei in Ordnung. Doch leider ist es das nicht.

UVA- und UVB-Strahlung

Die ultraviolette Strahlung der Sonne gliedert sich in UVB- und UVA-Strahlen (und UVC-Strahlen, die jedoch komplett von der Ozonschicht absorbiert werden). Im Frühjahr und Sommer und vorrangig in der Mittageszeit ist die UV-Strahlung am intensivsten und die UVA-Strahlung höher als die UVB-Strahlung. Sie hängt aber auch stark von der geografischen Lage, der Dicke der Ozonschicht und der Bewölkung ab. Ein Großteil der Strahlen wird von der Ozonschicht absorbiert, was aber auch wichtig ist, denn sonst wäre kein Leben auf der Erde möglich.

UVA-Strahlen sind langwellig und dringen tief in die Haut einen, sodass diese sofort braun wird. Sie sorgen aber auch für schnellere Hautalterung. Solarien zum Beispiel enthalten nur UVA-Strahlen, sodass sie besonders gefährlich sind. Denn auch UVA-Strahlen können Sonnenbrand auslösen und sind häufig Auslöser von gefährlichem, schwarzem Hautkrebs (Melanome).

UVB-Strahlen sind kurzwellig und können nicht so tief in die Haut eindringen. Nachdem die sofortige Bräune der UVA-Strahlung schnell wieder verflogen ist, sorgen die UVB-Strahlen für eine lang anhaltende Bräune. Die Strahlung versorgt uns zudem mit wichtigem Vitamin D und aktiviert den Eigenschutz der Haut gegen die Sonne. Dieser ist je Person verschieden. Hellhäutige Personen haben wenig Eigenschutz der Haut, also wenige Hautpigmente, sodass sie schon nach ca. 10-20 Minuten ungeschützt in der Sonne einen Sonnenbrand bekommen und so gut wie nie bzw. nur sehr langsam und nur leicht braun werden. Personen mit dunklerer Haut werden erst nach ca. 40 Minuten leicht rot und haben keine Probleme damit, braun zu werden. Wichtig ist aber, diese Eigenschutzzeit tatsächlich ungeschützt in die Sonne zu gehen, um ausreichend Vitamin D „aufzutanken“. Denn Sonnencreme schützt die Haut zwar vor Sonnenbrand, lässt aber auch die Strahlen zur Vitamin-D-Versorgung nicht durch.

Copyright: twinlili / pixelio.de

Was genau ist ein Sonnenbrand eigentlich?

Bei Sonnenbrand handelt es sich um eine Art Verbrennung der Haut, 1.- 3. Grades. Jedoch ist es eigentlich keine Verbrennung in dem Sinne, sondern eine Entzündung durch die UV-Strahlen der Sonne. Die Folgen sind eine gerötete Haut mit starkem Hitzegefühl, Juckreiz und Schmerzen. Bei Sonnenbrand 2. Grades kommt es zur Abschuppung und Blasenbildung. Bei noch stärkerem Sonnenbrand sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dann kann es sein, dass die Entzündung sogar im Krankenhaus behandelt werden muss, vor allem wenn Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen oder Schwindel dazukommen. Denn dann kann zusätzlich ein Sonnenstich dahinter stecken. Zudem gilt: Kinder mit Sonnenbrand sollten immer von einem Arzt behandelt werden!

Ein Sonnenbrand bildet sich dann, wenn man sich seinem Hauttyp entsprechend zu lange ungeschützt in der Sonne aufgehalten hat. Denn dann reicht der Eigenschutz der Haut nicht mehr aus, sodass die Sonnenstrahlen in tiefere Hautschichten eindringen und diese zerstören und Entzündungen auslösen. Bemerkbar macht sich Sonnenbrand aber meist nicht sofort, sondern erst nach einigen Stunden und kann dann bis zu zwei Wochen zum Ausheilen benötigen. Auch, wenn der oberflächige Sonnenbrand nur leicht ist, kann es aufgrund von Sonnenbrand zu langfristigen Schäden und Hautkrebs kommen, da sich die DNS der Hautzellen verändert.

Sonnenbrand am besten vorbeugen!

Wichtig ist es daher, Sonnenbrand zu vermeiden und diesem vorzubeugen. Am besten geeignet sind Sonnenschutzcremes mit hohen Lichtschutzfaktor (LSF) mit UVA- und UVB-Schutz. Je heller der Hauttyp, desto höher sollte der LSF sein. Die Creme verlängert dann die Eigenschutzzeit der Haut multipliziert mit dem LSF-Faktor. Haben Sie z.B. eine Eigenschutzzeit von 20 Minuten und nutzen eine Sonnencreme mit LSF 20, können Sie an diesem Tag insgesamt 400 Minuten in der Sonne bleiben, also 6-7 Stunden. Übrigens stimmt es nicht, dass Nachcremen diese Schutzzeit verlängert. Sie wird dadurch nur aufrechterhalten, zum Beispiel nach dem Schwimmen oder Schwitzen. Wichtig ist auch, sich dick einzucremen, damit sich der volle Schutz entfalten kann. Ratsam ist zudem, sich in der Mittagszeit lieber in den Schatten zu setzen, wo man im Übrigen auch braun wird – langsamer und schonender – und Kleidung zu tragen, um gefährdete Hautstellen, wie die Schultern, das Dekolletee und die Füße, zu schützen.

Sonnenschutz benötigt man nicht nur im Sommer, sondern auch in den anderen Jahreszeiten. Noch mehr zu beachten ist das, wenn man in ein warmes Land verreist, in dem die Sonne näher am Äquator und damit höher steht. Denn dann kann der Sonnenbrand schneller kommen und intensiver ausfallen. Das liegt aber auch am Sand und dem Meer, wodurch mehr Sonnenstrahlen reflektiert werden. Genau aus diesem Grund sollten Ski-Urlauber bei sonnigem Winterwetter aber ebenfalls Sonnenschutz auftragen, da der Schnee die Sonne hier ebenso reflektiert.

Was tun bei Sonnenbrand?

Hat man sich einen Sonnenbrand eingefangen, ist es wichtig, die betroffenen Hautstellen viel mit speziellen Cremes (am besten mit Aloe Vera) einzucremen. Diese sollten viel Feuchtigkeit und Pflegeprodukte enthalten, um die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen und zu pflegen. Optimal fragen Sie in der Apotheke nach. Man sollte die Sonne die nächsten Tage meiden bzw. die betroffenen Hautstellen schützen und viel trinken. Zudem die Hautstellen kühlen. Sollte es sich um starken Sonnenbrand mit Blasenbildung und Abschuppung handeln, kann es nach Bedarf erforderlich werden, einen Arzt aufzusuchen. Das entscheidet man am besten individuell nach den Beschwerden und der Dauer des Sonnenbrands. So können dann auch Medikamente zum Einsatz kommen.



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