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Viel trinken!

Und damit ist kein Alkohol gemeint ;-) Denn die meisten Menschen trinken zu wenig Wasser. Das liegt daran, dass sie einfach keinen Durst haben oder dass sie aus lauter Stress einfach vergessen, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.

Wozu benötigen wir Wasser im Körper?

Wasser hat ganz verschiedene Funktionen in unserem Körper. Es dient unter anderem als Transportmittel von Blut, Schweiß und Harn und als Lösungsmittel für die Stoffe in unseren Zellen. Zudem reguliert es die Körpertemperatur, indem wir beispielsweise schwitzen, wenn es warm ist. Ein Wassermangel kann bis zu einem gewissen Maß vom Körper selbst ausgeglichen werden. Mit der Dauer schadet der Mangel jedoch dem menschlichen Organismus. Das Blut kann nicht mehr richtig fließen, sodass unser Organe, vor allem unser Gehirn und das Herz, nicht mehr mit ausreichend Blut und damit Nährstoffen versorgt werden können. Anzeichen können Müdigkeit, Kopfschmerzen und Verstopfungen sein. Zudem kommt es zur Austrocknung unserer Haut und Schleimhäute – Viren und Bakterien gelangen schneller in die Zellen.

Ungefähr einen Liter Flüssigkeit pro Tag nehmen wir durch Nahrungsmittel mit auf. Zusätzlich müssen wir täglich 1,5 bis 2 Liter – im Sommer und bei Sport bis 3 Liter - trinken, damit der Körper immer über ausreichend Wasser verfügt. Denn im Laufe des Tages verlieren wir durch Schweiß ungefähr diese Menge an Flüssigkeit. Wer zu wenig trinkt, trocknet nicht nur aus (Dehydrierung), sondern wird auch zu wenig mit wichtigen Nährstoffen versorgt, was sich insgesamt negativ auf unseren Körper auswirkt. Wenn wir Durst bekommen, ist das im Übrigen schon ein Anzeichen dafür, dass wir viel zu wenig trinken – sozusagen ein Warnhinweis vom Körper, jetzt endlich mal etwas zu trinken. Besser ist es daher, schon vorher immer ausreichend Wasser zu sich zu nehmen.

Senioren sollten viel trinken!

Gefährlich ist das vor allem bei älteren Menschen, die meist noch weniger trinken. Denn im Laufe des Lebens nimmt das Durstgefühl weiter ab. Senioren sollten daher immer dazu animiert werden, ausreichend zu trinken. Am besten bekommen sie gefüllte Gläser hingestellt, die sie dann regelmäßig leeren müssen. So ist es leichter, einen Überblick über die Menge zu haben. So können ein Kreislaufkollaps und andere Beschwerden minimiert werden.

Ältere Menschen trinken aber nicht nur deshalb zu wenig, weil sie weniger Durst haben, sondern häufig auch, weil sie unter Inkontinenz leiden und denken, dass weniger trinken besser ist, um nicht so oft auf Toilette zu müssen. Das ist jedoch falsch. Natürlich regt Trinken den Urinfluss an, jedoch ist das sehr wichtig! Denn durch den Toilettengang werden Giftstoffe aus dem Körper ausgespült. Dank stark absorbierender, dünner Inkontinenz Slips und Einlagen sollte das zudem kein Problem darstellen. Und auch nicht aufgrund von Schluck- und Trinkbeschwerden. Denn dafür gibt es praktische Hilfsmittel, wie Schnabeltassen, Ess-Schürzen, die die Kleidung schützen, oder praktische Trinkbecher.

Was trinken?

Am besten ist Wasser. Aber auch ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsäfte sind gut geeignet, sowie auch Wassersorten mit Geschmacksaromen, wenn klassisches Wasser zu „langweilig“ ist. Übrigens zählt auch Kaffee dazu. Denn die Annahme, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, ist falsch. Das Gleiche gilt für Alkohol. Das heißt aber nicht, den ganzen Tag nur Kaffee und Alkohol zu trinken ;-) Natürlich ist es auch möglich, Saft, Limonade oder Tee mit Zucker zu trinken. Wer keine Figurprobleme hat und bisher an keiner Zuckerkrankheit leidet, kann gerne ab und zu zu süßen Getränken greifen, wenn ihm das Trinken damit leichter fällt. Jedoch am besten nicht hauptsächlich, denn zu viel Zucker schadet dem Körper und kann zu Erkrankungen führen.

Bild Copyright: Almut Bieber (albi84) / pixelio.de

Nicht zu viel trinken!

Was soll man nun davon halten? Zu viel trinken ist auch gefährlich? Ja, ist es. Wer pro Tag mehr als 3 Liter trinkt (bei normaler, nicht sportlicher Tätigkeit), sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen. Denn dann können auch Erkrankungen, wie Diabetes, hinter dem hohen Durstgefühl stecken. Zudem sollten sich Personen mit Nierenerkrankungen oder Herzproblemen vorab von einem Arzt durchchecken lassen, um die individuelle optimale Trinkmenge festlegen zu können. So kann es bei einigen Personen auch hilfereich sein, nicht ganz so viel zu trinken, wie normalerweise empfohlen wird. Zudem kann unser Körper pro Tag nur eine gewisse Flüssigkeitsmenge verarbeiten und wieder ausscheiden. Eine zu große Wassermenge kann sogar tödlich sein. Man spricht dann von einer Wasservergiftung – der Körper ertrinkt quasi im übertragenen Sinn. Aber keine Angst: Gefahr besteht nur, wenn wir ca. 5-6 Liter innerhalb von drei Stunden oder mehr als 10 Liter pro Tag trinken. An Wetttrink-Wettbewerben sollte daher lieber nicht teilgenommen werden. Und auch Sportler sind gefährdet, die während der Aktivität zu viel Wasser zu sich nehmen. Denn durch die sportliche Betätigung verliert der Körper viele wichtige Salze. Das viele Trinken führt dazu, dass über den Schweiß noch mehr Mineralien ausgeschieden werden, was dann im schlimmsten Fall aufgrund eines Mineralien-Mangels zum Tod führen kann. Man sollte beim Sport maximal 1 Liter Wasser pro Stunde zu sich nehmen. Doch wir möchten Sie nicht beunruhigen. Wenn Sie täglich ca. 1,5 bis 3 Liter Wasser trinken, ist alles in Ordnung!



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