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Das korrekte Anziehen und Pflegen von Bandagen und Orthesen

Bandagen und Orthesen sind wichtige Hilfsmittel für Knochen und Gelenke, zum Beispiel nach Knochenbrüchen und Operationen, bei belastungsabhängigen oder -unabhängigen Schmerzen oder vorbeugend, um Verletzungen zu vermeiden. Es gibt sie für den Ellenbogen, das Knie, das Handgelenk, die Finger, den Knöchel, aber auch für den Oberarm, die Wade, den Oberschenkel etc. – eben für jeden Körperbereich. Sie sollen diesen schützen und entlasten, aber auch stützen und eine gewisse Kompression ausüben. Doch haben Sie sich dabei schon mal Gedanken gemacht, wie die Bandagen korrekt angelegt werden und wie man sie am besten pflegt?

Wer das erste Mal eine Bandage hat, wird sicherlich Probleme damit haben, diese korrekt an- und auszuziehen. Das liegt daran, dass die Hilfsmittel eng sitzen müssen. Denn nur dann können sie eine gewisse Kompression, als Druck, auf den jeweiligen Körperbereich ausüben. Das funktioniert meist mit einer Pelotte aus Silikon, die in die Bandage integriert ist. Diese umschließt das Gelenk, wie den Ellenbogen oder das Knie, und drückt auf das umliegende Gewebe. Dadurch wird das Gelenk dann entlastet und Schmerzen lassen nach. Ob das Produkt richtig passt, können Sie übrigens so herausfinden: Die Bandage darf nicht rutschen, aber auch nicht einschnüren, also nicht den Blutfluss verhindern. Sie soll eng sitzen, aber es soll noch angenehm sein und sich gut anfühlen. Zudem sollen sich auch keine Falten bilden.

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Viele Bandagen haben keinen Reißverschluss oder Klettverschluss, sondern sind einfach über zum Beispiel den Arm oder das Bein zu ziehen, wie eben auch eine Hose oder ein Shirt. Am besten nehmen Sie dabei, wenn möglich, beide Hände und ziehen sie langsam drüber. Gerne auch erstmal schräg und drehen diese dann erst in die richtige Position, wenn sie an der richtigen Stelle ist. Das geht einfacher. Die Pelotte muss dann über dem jeweiligen Gelenk sitzen, also drum herum verlaufen. Wenn sie fest sitzt und nicht mehr rutscht, haben Sie die korrekte Position gefunden.

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Nach dem Duschen, sollten Sie Ihre Haut gut trocknen lassen, bevor Sie die Bandage anziehen. Denn die Wassertropfen können das Anziehen sehr erschweren, da die Orthese darauf haftet und sich nicht mehr so leicht verschieben lässt. Auch aufs Eincremen sollten Sie lieber verzichten. Denn gerade rückfettende Cremes oder Salben könnten dem Material schaden. Zudem könnte die Bandage dann zu sehr verrutschen.

Übrigens ist nicht nur das Anziehen schwer, sondern auch das Ausziehen – manchmal sogar schwerer. Denn einfach von unten packen und runter ziehen geht nicht, da die Pelotte fest am Platz sitzt. Besser ist es, die Bandage am oberen Rand leicht umzuschlagen und von dort dann nach unten zu ziehen und von unten nachzuziehen. Gehen Sie behutsam vor, um den Stoff nicht zu beschädigen, und lassen sich ausreichend Zeit dafür. Sie können die Bandage auch umschlagen und dann verkehrt herum runter ziehen, wenn das leichter ist. Versuchen Sie aber, das Gewebe nicht zu sehr zu dehnen und auszuweiten.

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Wenn Ihnen das Ganze zu kompliziert ist, gibt es zum Glück auch ein paar Bandagen, die Reißverschlüsse oder Klettverschlüsse haben.

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Orthesen mit Reißverschluss sind besonders praktisch, da sie sich im Gesamten öffnen und schließen lassen. Der einzige Nachteil ist, dass der Reißverschluss beim Tragen etwas unbequem sein könnte. Aber das können Sie nur ausprobieren. Alternativ dazu gibt es Exemplare mit Klettbändern. Diese sind dann an sich weiter, oft ist das bei Orthesen und Schienen der Fall. Sie können diese dann problemlos über den Arm, das Bein oder den Fuß ziehen und dann mit den Klettbändern straff zusammenkleben. Die Klebetechnik hat übrigens keinen Einfluss auf die Funktionalität. Gerade für Personen mit wenig Kraft oder Bewegungseinschränkungen, sind diese Befestigungsmöglichkeiten ideal.

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Muss man Bandagen und Orthesen waschen, werden Sie sich vielleicht fragen? Man sollte es sogar, denn nur dann kann die Funktionalität der Kompression erhalten bleiben. Beim Tragen gelangen Hautfett und Hautschuppen in das Gewebe des Materials, was sich negativ auf die Elastizität auswirken kann. Doch man sollte sich dabei unbedingt immer an die Herstellerangaben halten. Diese finden Sie in der jeweiligen Gebrauchsanleitung. Die meisten Bandagen sind nur für Handwäsche oder Feinwäsche geeignet bei maximal 30 Grad. Sie sollten keinen Weichspüler nutzen und ein Feinwaschmittel, am besten in Flüssigform, nehmen, gerne auch ein spezielles Waschmittel für Bandagen oder Kompressionsstrümpfe.

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Bei Orthesen mit Gelenkschienen und Klettverschlüssen, ist es am besten, diese vor dem Waschen zu entfernen, soweit dies möglich ist. Geht das nicht, waschen Sie diese am besten nur schonend per Hand, um sie nicht zu beschädigen. Dabei sollten die Klettbänder oder Reißverschlüsse geschlossen sein. In der Maschine sollten Sie einen Wäschesack verwenden und die Bandagen nach dem Waschen unbedingt lufttrocknen lassen, also nicht in den Trockner stecken. Ziehen Sie die Bandagen und Orthesen nach dem Waschen in Form und lassen sie auf einem Tuch lufttrocknen. Bitte nicht auf die Heizung oder in die Sonne legen! Und auch nicht auswringen.

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Wenn Sie die Bandage übrigens eine Weile nicht benötigen, bewahren Sie diese am besten in einer Schachtel oder gut geschützt in der Originalverpackung im Schrank auf – optimal geschützt vor Sonnenstrahlen, Hitze und Staub.

Ja, auch das gehört zur korrekten Pflege einer Bandage oder Orthese dazu. Die Materialien halten nicht ewig, egal wie hochwertig diese sind. Vor allem, wenn Sie den Artikel regelmäßig nutzen, wird er mit der Zeit ein wenig verformt und lässt in seiner Kompressionswirkung nach. Das liegt nicht nur am Tragen, sondern auch am Waschen und ist eine allgemeine Verschleißerscheinung. Ob das bereits nach einem halben Jahr oder erst nach zwei Jahren der Fall ist, ist verschieden. Das merken Sie dann selbst, ob die Bandage noch die gleiche Funktionalität aufweist, wie am Anfang. Wenn Sie diese nur selten getragen haben, wird sie sicherlich ein paar Jahre halten. Nutzen Sie diese dagegen häufig und über längere Zeiträume, kann der Verschleiß schneller gehen. Das ist dann übrigens kein Reklamationsgrund, sondern normal, sodass Sie eine neue kaufen sollten. Anders sieht das natürlich aus, wenn ein Klettverschluss nach einmaliger Nutzung oder Waschen nach Vorschrift nicht mehr hält, die Schienen bei normaler Nutzung zerbrechen etc. Dann wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice!