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Albtraum Kompressionsstrumpf?

Kompressionsstrümpfe? Ich? Niemals. Ist doch peinlich. – Dachte ich zumindest.

Ok. Dass vielleicht ein gewisser Gesundheitsfaktor dahinter stecken könnte, war mir schon klar. Aber dass so was Jemand auch in meinem Alter tragen sollte (viel unter 40, etwas über 30) hätte ich nie geglaubt. Doch wussten Sie, dass laut einem Internetwissenschaftsportal 90% aller erwachsenen Deutschen Probleme mit den Beinvenen haben und noch nicht einmal ein Viertel dies wirklich registrieren bzw. sich behandeln lassen? Nehmen wir doch nur einmal die Venenthrombose. Hier kommt es, durch mehr oder weniger komplizierte Prozesse in den Beinen, zum Blutstau und dadurch zu "Verklumpungen" des Blutes, was zu Ödemen (Wassereinlagerungen) und Krampfadern (knotig erweiterte Venen) und im schlimmsten Fall zum Schlaganfall bzw. Verstopfung der Lungenkapillaren (so genannten Lungenembolien) führen kann.

Wie können da nun Stützstrümpfe helfen? Ganz einfach: In unserem Körper befinden sich Venen, in denen Blut aufwärts gepumpt wird. Da das gegen die Erdanziehungskraft geschieht, braucht es, neben der "Sogleistung" des Herzens, zwei Gegebenheiten: Erstens 2 Pumpen die Druck auf die Venen ausüben, damit das Blut nach oben befördert werden kann – nämlich Sprunggelenk und Wadenpumpe – oft zusammen-gefasst zur so genannten Muskelpumpe. Durch Bewegung werden beide aktiviert und können so Prozesse einleiten, die zu beschreiben der Absatz einfach nicht ausreichend ist. Nehmen wir es also kurz als gegeben hin, dass unzureichende Bewegung und falsches Schuhwerk (Stöckelschuhe!) einige der Gründe für eine Minderung der Leistung der Arbeitsfähigkeit dieser Pumpen sind. Der medizinische Kompressionsstrumpf stellt den Druck zu einem gewissen Maße wieder her, kann so mangelnde Bewegung partiell ausgleichen und Blutstau in den Venen vorbeugen oder diesen abbauen.

Und zweitens die Venen selber – oder besser gesagt ihr Inneres. Dort befinden sich die sogenannten Venenklappen. Ist die Vene zu stark überdehnt (zum Beispiel, neben krankhaften Veränderungen, auch durch Blutrückstau in die Venen), greifen diese winzigen Flügel nicht mehr ineinander, und Krampfadern sind die Folge. Auch hier können Kompressionsstrümpfe helfen, die Venen so sehr einzuengen, dass die Klappen nun doch wieder fassen und der Blutstrom nach oben geleitet wird. Außerdem hilft der aufgebaute Druck Gewebsflüssigkeit abzubauen.

Insgesamt kann man die Kompression mit der Einengung eines Flussbettes vergleichen. Mindert man die Breite, fließt das Wasser schneller und besser.  Einfach. Nicht wahr?

Nun ja. Nicht ganz so einfach ist das Anziehen. Diese Strümpfe sind so eng und unflexibel, dass man es schon als Quälerei bezeichnen kann, da hinein schlüpfen zu müssen. Na gut. So war es vielleicht bisher. Die neuen Butler der Firma medi unterstützen beim An- und Ausziehen von Kompressionsware. Und medi liefert gleich noch das passende Pflege-Sortiment mit, um die Haut trotz Stützstrümpfen geschmeidig zu halten.



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